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Berichte > Christi Himmelfahrt und 1. Mai -Ökumene auf dem Randen
 


Freitag 2. Mai 2008, Region

An Auffahrt die Grenze überschreiten

Das 12. Hagenfest auf der Wiese beim streng geheimen, weil militärisch angehauchten Hagenturm war nach kaltem und regnerischem Morgen mit Gottesdienst unterm Wetterdach von Deutschen und Schweizern sehr gut besucht.
Von Alfred Wüger, Schaffhauser Nachrichten

Merishausen Kurz nach zehn war es recht frisch auf dem Hagen, der kühle Wind trieb Regen übers Land, und das errichtete Wetterdach wurde auf einer Seite mit Plastikbahnen geschlossen, bevor der Gottesdienst begann.
Ökumene mit drei Pfarrern
Matthias Gafner, Gemeindepfarrer von Merishausen, Matthias Stahlmann, Pfarrer der evangelischen Landeskirche Baden aus dem deutschen Tengen, und Ernst Sulzberger von der Pfarrei Sankt Peter, Schaffhausen, gestalteten den ökumenischen AuffahrtsFestgottesdienst gemeinsam. Eröffnet wurde er vom Kirchenchor Tengen mit dem Lied «Nun jauchzt dem Herren alle Welt». Matthias Stahlmann fragte - anspielend auf das mit gelben Wegweisern markierte Wandergebiet diesseits und jenseits der Landesgrenze - nach den «Markierungszeichen für unsere Seele» und sagte, jede und jeder hätte den jeweils eigenen Weg zu finden, der immer auch ein Weg zu Gott sei. Ernst Sulzberger gab der Verkündigung einen Touch 1. Mai , indem er das Gleichnis von den Gärtnern im Weinberg (Matthäus 20,1-16) auslegte, wo ein Weinbergbesitzer denen, die den ganzen Tag gearbeitet haben, gleich viel bezahlt wie denen, die nur kurze Zeit gearbeitet haben - allerdings hatte er auch allen vor Antritt der Arbeit denselben Lohn, ein Silberstück, versprochen. Theologisch pointiert danach Matthias Gafner mit seiner Auslegung des Jesuswortes gemäss dem Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 6: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben». Dies sage Jesus seinen Jüngern und damit auch uns heute als Verheissung, dass wir unsern Weg finden würden, indem wir uns an den Weg, den Jesus beispielhaft gegangen sei, erinnerten. «Glaube ist Vertrauen, und Vertrauen kann man nicht wählen, man kann nur hineinwachsen. Wie in die Muttersprache.» Gafner wünschte den Anwesenden, sie möchten hineinwachsen in die Muttersprache Gottes.
Inzwischen hatten die Wurstbrater ihre Arbeit getan, lange Schlangen bildeten sich, und Kaffee und Kuchen wurden genossen. An den Feuerstellen wurde grilliert, und viele bestiegen den Turm, um die Aussicht zu geniessen.




Eintrag vom: 02.05.2008
Aktualisiert am: 09.05.2008

     
   
  
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